Athen,  Europa,  Griechenland

Olympieion

Olympieion, Athen
Olympieion in Athen

Der Tempel des Olympischen Zeus in Athen, auch Olympieion genannt, ist das größte antike Bauwerk auf dem griechischen Festland. Die 650-jährige Bauzeit involvierte Tyrannen, einen Gott-König und einen römischen Kaiser. Mehrmals unvollendet gelassen, diente der Tempel lange Zeit als Steinbruch und wurde erst unter Kaiser Hadrian im Jahr 132 n. Chr.  fertiggestellt. Auch wenn heute nur 15 der ursprünglich 104 Säulen stehen, zählt er Tempel zu den  wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Athen.

Olympieion in Athen

Das Olympieion, auch als Tempel des olympischen Zeus bekannt, zählt zu den größten Tempeln im antiken Griechenland und wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. unter Hadrian vollendet. Trotz teilweiser Zerstörung beeindruckt er mit 15 verbleibenden korinthischen Säulen und bietet einen beeindruckenden Blick auf die Akropolis. Ursprünglich im Dorischen Stil geplant, erfuhr der Tempel im Hellenismus Anpassungen, darunter korinthische Säulen. Der Grundriss blieb weitgehend unverändert. Auf einer 44 × 110 Meter großen Krepis stehend, beeindruckte der Tempel mit einem Drei-Faszien-Architrav, einem glatten Fries und ionischer Gestaltung. Hadrian vollendete den Tempel wahrscheinlich im Hypäthralstil und weihte eine Statue im Inneren.

Der ursprüngliche Plan für das Olympieion sah einen Dipteros mit 8 Säulen auf den Schmalseiten und 21 auf den Langseiten vor. Der Naos sollte von insgesamt 108 Säulen umgeben sein, mit doppelten und sogar dreifachen Reihen. Die Grundfläche war mit 108 × 41 Metern nahezu so groß wie das Heraion von Samos. Der Bau begann im dorischen Stil, aber nur der Stufenbau wurde fertiggestellt. Unter Hadrian wurde der Tempel im hochhellenistischen Stil fertiggestellt, mit 20 korinthischen Säulen auf den Langseiten und 15, von ursprünglich geplanten 108, die heute noch stehen. Pentelischer Marmor wurde als Baumaterial verwendet. Der Tempel erhob sich auf einer Marmor-Krepis und hatte ionische Elemente, obwohl der genaue Kernbaustil unbekannt ist. In augusteischer Zeit wurde die Peristasis vervollständigt, und unter Hadrian wurde vermutlich eine Eindachung hinzugefügt.

Die ältesten Baureste am Standort des Olympieions stammen aus dem 6. Jh. v. Chr. Unter der Tyrannis des Peisistratos wurde ein Tempel errichtet, den seine Söhne Hippias und Hipparchos durch einen riesigen Tempel ersetzten. Nach dem Sturz der Tyrannis blieb der Bau unfertig und Teile des Materials wurden anderweitig verwendet. Im Hellenismus begann Antiochos IV. 174 v. Chr. einen neuen Tempel, der nach seinem Tod unvollendet blieb. Sulla ließ 86 v. Chr. Säulen nach Rom bringen. Erst unter Hadrian wurde der Tempel um 131/132 n. Chr. vollendet. Die genaue Zerstörung des Olympieions ist unbekannt, wahrscheinlich durch ein Mittelalter-Erdbeben. Archäologische Ausgrabungen begannen 1889.

Hadrianstor in Athen

Das Hadrianstor in Athen, eingeweiht 132 n. Chr., markiert den Zugang zum Olympieion. Ursprünglich kein Stadttor, sondern ein Ehrenmonument für Hadrian. Der Architekt ist unbekannt. Das Bauwerk kombiniert römischen Bogen und griechischen Architrav, beide korinthischer Ordnung. Mit 18 m Höhe und 6,10 m Breite galt es in der Antike als Sehenswürdigkeit. Heute führt die Odos Amalias vorbei, der Zugang ist nur über die archäologische Stätte des Olympieions möglich. Ein ähnliches Bauwerk in Ephesos wird ebenfalls als Hadrianstor bezeichnet.

Olympieion, Athen, Hadrianstor
Hadrianstor – Eingang zum Athener Olympieion

Adresse

Athens 105 57, Griechenland

Öffnungszeiten

Die Anlage kann täglich von 8.00 bis 15 Uhr besichtigt werden.

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